8. Februar 2013
Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf.
So heißt ein Lied des deutschen Musikers Thees Uhlmann - und so machen es Lachse auf der ganzen Welt jedes Jahr. Und zumindest Rotlachse navigieren dabei mit einer magnetischen Landkarte. Das berichten Forscher aus den USA und Kanada im Fachmagazin "Current Biology". Sie haben die Routen der Fische auf dem Weg vom Meer zurück zu ihrem Geburtsort analysiert. Dorthin kehren die geschlechtsreifen Tiere zurück, um zu Laichen. Teilweise legen sie bis zu 2.000 Kilometer zurück.
Die Daten verglichen die Wissenschaftler mit dem magnetischen Feld an verschiedenen Küstengebieten. Konkret untersuchten sie Rotlachse aus dem Fraser-Fluss in Kanada. Die Fische müssen auf dem Rückweg zur Fluss-Mündung um eine größere Insel herumschwimmen. Ob sie dabei die Nord- oder die Südroute nahmen, hing mit der Stärke des Magnetfeldes an der Flussmündung und im Meer zusammen. Das Erdmagnetfeld ändert sich nämlich mit der Zeit. Wie genau die magnetische Karte in den Lachsen aufgebaut ist, wissen die Forscher noch nicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)