8. Februar 2013
Es ist wohl eines der bekanntesten Gemälde eines weiblichen Unterleibs.
Das Bild "Der Ursprung der Welt" von Gustave Courbet zeigt eine Frau, die sich nackt im Bett räkelt. Der Kopf ist nicht zu sehen. Den will nun der Kunstexperte Jean-Jacques Fernier entdeckt haben. Er ist der Meinung, dass das Gemälde ursprünglich sehr wohl den Kopf der Frau zeigte, aber in zwei Teile geschnitten wurde. Fernier präsentiert auch ein passendes Portrait. Der Zeitschrift "Paris Match" sagte er, Laboranalysen legten nahe, dass beide Bilder zusammengehörten. Die Webart der Leinwand passe genau ineinander.
Fernier vermutet, dass Courbet den Kopf abgeschnitten hat, um sein Modell zu schützen. Weil es im 19. Jahrhundert undenkbar gewesen sei, ein solches Bild zu verkaufen, habe es ein türkisch-ägyptischer Diplomat in seinem Badezimmer aufbewahrt. Jetzt möchte Fernier, dass beide Gemälde im Pariser Orsay-Museum gemeinsam gezeigt werden. Andere Kunstexperten bezweifeln allerdings die Schnippel-These.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)