8. Februar 2013
Über Twitter teilen Menschen oft persönliche Dinge mit - etwa, dass sie gerade mit einer Erkältung im Bett liegen. Forscher aus den USA wollen sich das jetzt zunutze machen.
Die Wissenschaftler der US-amerikanischen Universität Rochester haben eine spezielle Software entwickelt, um eine große Anzahl von Tweets automatisch auszuwerten. Das Ergebnis stellen sie heute in Rom vor.
Dabei analysiert die Software die Tweets nicht allein anhand von festgelegten Schlagworten. Sie ist in der Lage, zwischen einem Tweet mit dem Inhalt "Ich liege krank im Bett" und einem Tweet mit den Worten "Dieses Gerede macht mich krank" zu unterscheiden.
Da viele Tweets mit GPS-Informationen ausgestattet sind, können die Forscher die Verteilung von Krankheitsfällen auf einer Karte darstellen. Mit dem Verfahren lassen sich zum Beispiel bestimmte Krankheiten mit der Umgebung in Verbindung bringen - etwa wenn besonders viele Menschen in der Nähe einer Fabrik erkrankt sind. Es könnte auch helfen, Infektionswege besser zu verstehen - zum Beispiel bei Grippewellen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)