11. Februar 2013
24 sind schuld daran, wenn man für den Weitblick eine Brille braucht.
Ein internationales Forscherteam hat untersucht, wie genau Kurzsichtigkeit vererbt wird. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachblatt "Nature Genetics". Demnach konnten sie 24 Gene identifizieren, die offenbar an der Entstehung der Fehlsichtigkeit beteiligt sind. Grundlage waren die Daten von fast 40.000 Freiwilligen, die an insgesamt 27 Studien in den USA, Europa und Australien teilgenommen hatten.
Bei Kurzsichtigen wächst der Augapfel zu sehr in die Länge. Dadurch liegt der Brennpunkt der Linse nicht auf der Netzhaut, sondern etwas davor - durch die falsche Fokussierung sehen die Betroffenen unscharf. Zwei dafür verantwortliche Gene waren bereits bekannt. Allerdings galt als ausgeschlossen, dass allein diese zwei Gene für etwas so Komplexes wie das Wachstum des Augapfels verantwortlich sein können.
Jetzt wollen die Forscher ihre Untersuchung ausweiten auf Umweltfaktoren, die zu Kurzsichtigkeit führen können - wie Lesen, wenige Aufenthalte im Freien, urbanes Leben und ein hoher Bildungsgrad.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)