11. Februar 2013

Bildungsexpertin: Einfache Rezepte gegen Schulgewalt gibt es nicht

Die Sensibilität für Mobbing ist gestiegen und die Jugendlichen sind zunehmend orientierungslos.

Diese Gründe macht die Bildungsexpertin Nina Franzen dafür verantwortlich, dass Berlins Schulen im vergangenen Jahr deutlich mehr Fälle von Gewalt gemeldet haben. Laut dem Gewaltpräventionsbericht der Bildungssenatsverwaltung betrug der Anstieg 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Franzen, die für die bundesweit aktive Bildungsinitiative "Buddy e.V." arbeitet, sagte der "Deutschen Presse-Agentur", Jugendliche hätten kaum noch Vorbilder. Allerdings wollten vor allem Grundschulen auch frühzeitig auf das Thema aufmerksam machen. So wollten sie den Druck erhöhen, damit etwas gegen Gewalt an Schulen unternommen werde.

Einfache Rezepte dagegen greifen Franzen zufolge aber nicht. Viele Streitschlichter-Rezepte, die sich Erwachsene ausgedacht hätten, funktionierten nicht. Es sei wichtig, solche Dinge mit den Schülern zusammen zu entscheiden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)