11. Februar 2013
"Ich bin zur Gewissheit gelangt, dass meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr ausreichen."
Mit diesen Worten hat Papst Benedikt der Sechzehnte seine Entscheidung begründet, Ende des Monats zurückzutreten - genauer: am 28. Februar um 20 Uhr. Dann beginnt die sogenannte Sedisvakanz, also die Phase bis zur Wahl eines Nachfolgers durch die Kardinäle im Konklave - nach Angaben des Vatikans wahrscheinlich noch vor Ostern. Das Kardinalskollegium übernimmt so lange die Leitung der Kirche. Allerdings darf es nur über Angelegenheiten entscheiden, die keinen Aufschub dulden.
Normalerweise werden Päpste auf Lebenszeit gewählt. Benedikt der Sechzehnte ist erst der zweite in der 2.000-jährigen Geschichte der katholischen Kirche, der sein Amt vorzeitig aufgibt. Vor ihm hatte das nur Coelestin V. getan. Er dankte 1294 schon nach einem halben Jahr ab. Seine Begründung: Krankheit und "Unwissenheit". Dem Eremiten fehlte jede Erfahrung in der Verwaltung der Kurie, und die Wahl hatte er nur unter dem Druck seines Umfelds angenommen.
Hier findet ihr den Wortlaut der Erklärung von Papst Benedikt dem Sechzehnten zu seinem Rücktritt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)