11. Februar 2013

"NYT": Offenbar staatlich gelenkte Hackerangriffe auf Birma-Journalisten

Das sieht nicht nach dem versprochenen Wandel aus:

Die Postfächer von mehreren Journalisten, die sich mit Birma beschäftigen, sind offenbar Ziel staatlicher Angriffe geworden. Wie die "New York Times" berichtet, bekamen ein in Thailand ansässiger Experte für ethnische Gruppen in Birma und ein Journalist der Nachrichtenagentur AP Hinweise von Google, dass ihre Mail-Accounts gehackt wurden.

In der Mitteilung von Google heißt es demnach, es handle sich um staatlich gelenkte Angriffe. Die "New York Times" schreibt weiter, auf Anfrage habe der Konzern die Angriffe nicht weiter erläutert. Google habe aber auf die seit Juni gültige Praxis verwiesen, E-Mail-Account-Inhaber auf verdächtige Vorgänge hinzuweisen.

Birma war jahrzehntelang eine Militärdiktatur. Seit 2010 verfolgt das Land einen Prozess der Öffnung - mit freien Wahlen, einer Verbesserung der Menschrechtssituation und offiziell auch freier Presse.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)