12. Februar 2013
Wenn ältere Menschen nicht mehr so gut hören, ist ein Hörgerät nicht immer das Allheilmittel.
Denn es erhöht zwar die Lautstärke, gleicht aber nicht ein anderes Defizit aus: die Tatsache nämlich, dass bei ihnen das Gehirn manchmal nicht mehr schnell genug arbeitet, um Sprache zu verstehen. Betroffene neigen dann dazu, Orte mit lauten Umgebungsgeräuschen zu meiden, und isolieren sich.
Für diese Menschen glauben Forscher der Northwestern University in Evanston, Illinois, eine Therapie gefunden zu haben: ein Hörtraining mit dem Ziel, gehörte Informationen schneller und genauer zu verarbeiten. Ihre Probanden mussten acht Wochen lang ähnliche Silben unterscheiden, Wortsequenzen wiederholen oder sich an Details von Geschichten erinnern. Mit gutem Ergebnis: Nach dem Training hörten sie deutlich besser als Patienten einer Vergleichsgruppe.
Die Forscher vermuten, dass die Übungen für das Hören hinderliche Neurotransmitter ausschalten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)