12. Februar 2013

Rückspiegel: Vor 110 Jahren sank das Forschungsschiff "Antarctic"

In unserem "Rückspiegel" sehen wir heute sehr viel Eis und Schnee. Denn heute vor 110 Jahren, am 12. Februar 1903, sank das schwedische Expeditionsschiff "Antarctic" im Weddelmeer.

Es war eineinhalb Jahre vorher mit dem Polarforscher Otto Nordenskjöld in Göteborg aufgebrochen, um die Ostküste der Antarktischen Halbinsel zu erforschen. Das Schiff erreichte nach einem Zwischenstopp in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires im Februar 1902 die antarktische Snow-Hill-Insel. Nordenskjöld und mehrere andere Expeditionsteilnehmer verbrachten dort den Winter. Die "Antarctic" überwinterte auf den Falklandinseln und machte sich im November auf den Weg, um Nordenskjöld und die anderen Männer wieder abzuholen. Wegen des außergewöhnlich kalten Winters blieb sie aber mehrfach im Packeis stecken und wurde manövrierunfähig. Die Mannschaft musste das sinkende Schiff verlassen und konnte sich auf eine Insel retten.

Nachdem die Antarctic nicht nach Buenos Aires zurückkam, schickten Argentinien und Schweden ein Suchteam. Die Männer auf der Snow-Hill-Insel und die Besatzung der "Antarctic" wurden im November 1903 von einem argentinischen Schiff gerettet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)