12. Februar 2013

Prostatakrebs: Testosteronspiegel bei jüngeren Patienten entscheidend

Ohne Testosteron keine Geschlechtsmerkmale, keine Spermien.

Das Sexualhormon lässt allerdings auch die häufigste Krebsart bei Männern in Deutschland wachsen, den Prostatakrebs. Ein deutsches Wissenschaftlerteam hat herausgefunden, dass das Hormon besonders bei jungen Männern eine große Rolle spielt. Im Fachblatt "Cancer Cell" schreiben die Forscher, dass sie das Erbgut von elf Prostatatumoren von jungen Patienten und sieben von älteren komplett sequenziert haben. Bei den Proben der jüngeren war ein Rezeptor für Testosteron sehr aktiv.

Die Schlussfolgerung der Forscher: Das Hormon kann über den Rezeptor kleine Schäden im Erbgut anrichten. Diese lösten dann wiederum den Krebs aus. Auch im Vergleich mit 10.000 weiteren Patienten zeige sich, dass der Prostatakrebs älterer Männer anders entstehe. Die Wissenschaftler wollen klären, ob ein hoher Testosteronspiegel als Krebs-Risikofaktor aufgenommen werden muss.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)