12. Februar 2013

Antibiotika in Chinas Mastbetrieben gefährdet Gesundheit weltweit

Nirgendwo werden Masttiere so stark mit Antibiotika behandelt wie in China.

Vier mal größer sind die verabreichten Mengen dort als zum Beispiel in den USA - und Kontrollen gibt es keine. Wissenschaftler aus China und den USA warnen nun im Fachmagazin "PNAS" vor den dramatischen Folgen, die das für die Gesundheit der Menschen hat.

Sie nahmen in Schweinemastbetrieben der Volksrepublik Mist-, Kompost- und Bodenproben. Darin fanden sich fast 150 verschiedene Resistenzgene, die Bakterien gegen die gängigen Antibiotika unempfindlich machen - mit der Folge, dass die Medikamente bei Mensch und Tier nicht mehr helfen. Die Konzentration dieser Resistenzgene lag im Schnitt um das 190-Fache höher als in Kontrollproben. Außerdem stellten die Forscher erhöhte Mengen sogenannter Transposasen fest. Mit Hilfe dieser Enzyme finden Resistenzgene Eingang ins Erbgut von Bakterien.

Ein Autor der Studie betonte, die Forschung zum Antibiotika-Einsatz habe zwar in China stattgefunden. Sie reflektiere aber, was an vielen Orten der Welt geschehe.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)