12. Februar 2013
Zu Lebzeiten wurde sie in Europa als "Affenfrau" auf Jahrmärkten vorgeführt.
Mehr als 150 Jahre nach ihrem Tod soll Julia Pastrana nun in ihrem Heimatland Mexiko die letzte Ruhe finden. Wie ein Sprecher des Außenministeriums in Mexiko-Stadt mitteilte, haben die Norweger ihre sterblichen Überreste an die dortigen Behörden übergeben.
Pastrana war Mitte des 19. Jahrhunderts von einem amerikanischen Geschäftsmann nach Europa verschleppt worden, wo sie auf Jahrmärkten und im Zirkus tanzen musste. Die mexikanische Ureinwohnerin litt an einer seltenen Krankheit, wegen der sie am ganzen Körper mit dichtem Haar bewachsen war. Nach ihrem Tod 1860 war ihre mumifizierte Leiche von einem Norweger gekauft und weiter ausgestellt worden. Erst 1996 kamen ihre Überreste an die Universität Oslo, die sie nun an Mexiko zurückgab.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)