12. Februar 2013

Britische Kinder zunehmend häufiger in der Notaufnahme

Ein Kind landet in der Notaufnahme.

Das passiert in Großbritannien inzwischen deutlich häufiger als noch vor zehn Jahren. Wie Wissenschaftler im Fachmagazin "Archives of Disease in Childhood" schreiben, ist die Zahl der behandelten Kinder seit 2003 um 28 Prozent gestiegen. Das hat aber nicht damit zu tun, dass sich Kinder häufiger verletzen. Stattdessen werden sie auch mit einfachen Infektionskrankheiten ins Krankenhaus gebracht. Das hat nach Angaben der Wissenschaftler zwar auch damit zu tun, dass die Eltern sich mehr Sorgen machen als früher. Die Forscher machen aber andererseits dem "National Health Service" Vorwürfe. Die Situation zeige, dass die hausärztliche Versorgung schlechter geworden sei.

Der "National Health Service" ist das steuerfinanzierte Gesundheitssystem in Großbritannien. Alle Menschen, die im Land wohnen, bekommen kostenlose medizinische Versorgung. Das System war schon in der Vergangenheit in der Kritik, zum Beispiel wegen langer Wartezeiten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)