12. Februar 2013

Python-Jagd in den Everglades nicht erfolgreich

Eigentlich sollten hunderte Pythons in den Everglades von Florida vernichtet werden.

Aber die Schlangenjäger sichteten und erlegten bei einem einmonatigen Wettbewerb gerade mal 50. Das berichtet die "Herald Tribune" in Sarasota. Zuvor hatte die zuständige Behörde für wildlebende Tiere zur Jagd auf die Pythons aufgerufen und Belohnungen für die erfolgreichsten Jäger ausgesetzt.

Hintergrund des ungewöhnlichen Wettbewerbs waren Hinweise darauf, dass sich die vermutlich erst vor drei Jahrzehnten aus Südostasien eingeschleppten Tigerpythons rasant in den Everglades ausgebreitet haben. Das fragile Ökosystem des südlichen Sumpfgebietes sei deshalb in Gefahr, verteidigte der Staat Florida die Jagd gegenüber Tierschützern.

Tatsächlich stellten Wissenschaftler im vergangenen Jahr im Fachjournal "Proceedings of The National Academy of Sciences" fest, dass Säugetiere wie Waschbären, Opossums und heimische Rotluchse in den Everglades wegen der gefräßigen Schlangen schon fast ganz ausgerottet seien.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)