12. Februar 2013
Gestern hatte die Bundesregierung noch an den Iran appelliert, jetzt steht offiziell fest:
Der iranische Regisseur Jafar Panahi wird nicht zur Berlinale kommen, um seinen Film "Geschlossener Vorhang" vorzustellen. Das teilte eine Sprecherin des Festivals heute mit.
Panahi, der sich offen zur Opposition im Iran bekennt, hat in seiner Heimat Arbeitsverbot und darf nicht frei reisen. Für sein Werk "Offside" hatte er bereits 2006 einen Silbernen Bären bekommen. Vor zwei Jahren war der Iraner Mitglied der Berlinale-Jury, konnte aber auch damals nicht nach Berlin kommen.
Der aktuelle Film wurde im Iran in einem abgeschiedenen Haus gedreht - bei geschlossenen Vorhängen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)