12. Februar 2013
"Viel Spaß!" rufen viele Eltern ihren Kindern jeden Morgen hinterher, wenn sich diese auf den Weg in die Schule machen.
Und viele Experten erklären seit Jahren, der Spaß in der Schule sei der Schlüssel zu erfolgreicher Bildung. Dem widerspricht jetzt die Kognitionspsychologin und Lernforscherin Elsbeth Stern. Sie sagt in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Psychologie Heute", die Schule habe nicht die Aufgabe, Spaß zu machen. Die Professorin an der Universität Zürich meint, stattdessen sollte die Schule den Kindern Kompetenzen vermitteln.
Zentrales Ziel für die Lehrer muss es laut Stern sein, geeignete Aufgaben auszusuchen. Vernünftige Aufgaben seien mittelschwer - also so, dass Schüler sie lösen könnten, wenn sie den neuen Stoff verstanden hätten und darüber nachdächten. Stern meint: Nicht Bespaßung, sondern Erfolgserlebnisse sind der Schlüssel zu gutem Unterricht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)