13. Februar 2013
Der Wirkstoff ist populär, aber er birgt Risiken.
Forscher fragen sich deshalb, wieso Ärzte trotzdem oft noch Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Diclofenac verschreiben, obwohl es eine harmlosere Alternative gibt. Diclofenac kann zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen, harmloser ist dagegen Naproxen, das viel seltener verschrieben wird. Die Wissenschaftler aus London und Toronto haben ermittelt, dass Diclofenac in 74 Ländern der Welt auf einer Liste der unentbehrlichen Arzneimittel steht. Dort finden sich Präparate, die stets in angemessener Form und zu einem bezahlbaren Preis verfügbar sein sollten. Naproxen ist nur in 27 Ländern auf dieser Liste.
Warum das so ist, haben die Forscher nicht untersucht oder herausgefunden. Sie fordern aber, Diclofenac von den Listen zu streichen und Ärzte besser zu informieren.
Die Untersuchung des William-Harvey-Forschungsinstituts in London und der Universität Toronto ist im Fachjournal "PLoS Medicine" erschienen.
DOI: 10.1371/journal.pmed.1001388
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)