13. Februar 2013

Tuberkulose-Forscher: Genetischer Fingerabdruck reicht nicht

Der "Genetische Fingerabdruck" reicht nicht!

Das finden Wissenschaftler des Forschungszentrums Borstel, wenn es um die Bekämpfung von Tuberkulose geht. Im Fachblatt "PLOS Medicine" schreiben sie über Methoden, mit denen die genetischen Eigenschaften eines Tuberkulose-Bakterienstamms festgestellt werden können.

Bislang seien dafür üblicherweise nur Teilanalysen des Genoms durchgeführt werden - eine der Methoden wird als "genetischer Fingerabdruck" bezeichnet. Die Forscher aus Borstel nahmen sich 86 Bakterienproben vor, die den gleichen Fingerabdruck hatten und stellten fest: Wenn man das komplette Genom sequenziert, zeigen sich erhebliche Unterschiede, die auch für die Resistenz gegenüber Antibiotika relevant sind. Gerade die Verbreitung dieser multiresistenten Stämme interessieren die Wissenschaftler besonders.

Laut Weltgesundheitsorganisation erkrankten 2011 fast neun Millionen Menschen weltweit an Tuberkulose.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)