13. Februar 2013
Blut ist dicker als Wasser.
So heißt es im Volksmund. Gemeint ist, dass die Verwandtschaft in schwierigen Situationen zusammenhält. Und das ist auch bei Pflanzen so. Wenn sie von Raupen oder Schnecken angebissen - also angegriffen - werden, verströmen viele von ihnen flüchtige Chemikalien. So warnen sie die anderen Pflanzen in ihrer Umgebung, damit die sich verteidigen können. Das funktioniert zum Beispiel, indem sie Insekten anlocken, die den Angreifer fressen. Alternativ können sich manche Pflanzen auch durch chemische Reaktionen weniger schmackhaft machen.
Ein Forscher von der Universität Kalifornien hat jetzt den Wüsten-Beifuß näher untersucht. Dabei kam heraus: Die Warnung funktioniert vor allem bei solchen Pflanzen gut, die eng miteinander verwandt sind. Stammten die Warn-Chemikalen von weiter entfernten Verwandten, reagierten die umliegenden Pflanzen weniger deutlich.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)