13. Februar 2013

"Nature": Krieg unter Wasser - Virus tötet klimarelevantes Bakterium

Es ist ein gnadenloser Krieg unter Wasser.

Wie Forscher im Fachblatt "Nature" berichten, vernichtet ein bisher unbekanntes Virus sekündlich Millionen Zellen des Bakteriums SAR11 in den Ozeanen der Welt.

SAR11 kommt allerdings auch sehr häufig vor - so häufig, dass es den Kohlenstoffkreislauf der Erde nach Angaben der Wissenschaftler erheblich beeinflusst. Bisher dachte man, das Bakterium könne gar nicht von Viren angegriffen werden - nur so hatte man sich auch seine schiere Masse in den Weltmeeren erklärt. Nach eigenen Angaben bewiesen die Forscher mit einer Genanalyse jetzt das Gegenteil. Demnach gelang es ihnen, unterschieschiedliche angreifende Virusstämme, die sie Pelagiphagen nennen, zu identifizieren.

Dass SAR11 trotz der massives Virus-Attacken so verbreitet ist, hängt nach Vermutung der Forscher damit zusammen, dass das Bakterium besser als andere Nährstoffquellen erschließen kann. Wenn das empfindliche Gleichgewicht zwischen Virus und Bakterium irgendwann kippen würde, könne das sehr schädliche Folgen für das Klima haben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)