14. Februar 2013
In unserem "Rückspiegel" werfen wir heute einen Blick in den Kalender - und zwar in den gregorianischen. In Russland wurde er nämlich heute vor 95 Jahren, am 14. Februar 1918, eingeführt.
Vorher galt noch die julianische Zeitrechnung. Die hatte Gaius Julius Caesar im Jahr 46 vor Christus verordnet. Das Jahr hatte demnach 365 Tage, alle vier Jahre gab es ein Schaltjahr mit 366 Tagen. Das Problem war, dass das nur fast dem Sonnenjahr entsprach. Die Erde braucht für ihren Umlauf um die Sonne minimal weniger Zeit. Wegen des kleinen Fehlers hinkte der julianische Kalender dem Sonnenjahr schon im 16. Jahrhundert zehn Tage hinterher. Deswegen ließ Papst Gregor ihn 1582 reformieren.
Die meisten europäischen Länder übernahmen den gregorianischen Kalender deutlich früher als Russland. Dort folgte bei der Umstellung der 14. Februar 1918 direkt auf den 31. Januar. Einige orthodoxe Kirchen begehen ihre Feste aber weiter nach dem julianischen Kalender. Weihnachten feiern sie zum Beispiel am 7. Januar.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)