14. Februar 2013

Immer mehr sauerstoffreie Zonen in der Ostsee

Forscher nennen sie die toten Zonen.

Das sind Meeresregionen, in denen es fast keinen Sauerstoff mehr gibt. Und ohne Sauerstoff können die meisten Organismen nicht überleben. In der Ostsee breiten sich diese sauerstoffarmen Zonen einer schwedischen Studie zufolge immer weiter aus. Darüber berichtet "die tageszeitung". Demnach sind rund 20 Prozent der Bodenzonen im Zentrum der Ostsee sauerstoffrei. Seit Beginn der Messungen vor circa 50 Jahren seien sie noch nie so verbreitet gewesen.

Laut der "taz" ist die Hauptursache die Überdüngung der Ostsee. Die komme von den Abgasen des Auto- und Schiffverkehrs, aber auch von Einleitungen der Industrie- und Kläranlagen in das Meer. So landen laut der Zeitung Unmengen an Stickstoff und Phosphor in der Ostsee. In dem dann nährstoffreichen Wasser gedeihen Algen und Bakterien. Sterben die ab, verbraucht der Zersetzungsprozess Sauerstoff.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)