14. Februar 2013

Lettische Musiker bringen Oper mit Blutspendenaktion in Bedrängnis

In diesem Fall ist die Blutspende eine Verhinderungstaktik.

In Lettlands Hauptstadt Riga haben die Orchestermusiker der Nationaloper so auf ihre Situation aufmerksam gemacht. Kurz vor Beginn der Proben ließen sich knapp 70 Musiker Blut abnehmen. Nach lettischem Recht können sich die Orchestermitglieder nach einer Blutspende zwei Tage frei nehmen. Ein Sprecher der Oper sagte, wegen der Aktion sei eine anstehende Premiere gefährdet.

Die Künstler-Gewerkschaft will mit der Blutspende-Aktion auf die drastischen Gehaltseinbußen der Musiker aufmerksam machen. In Lettland waren durch Sparprogramme die Löhne um 35 Prozent gekürzt worden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)