15. Februar 2013
In unserem "Rückspiegel" blicken wir genau zehn Jahre zurück, auf den 15. Februar 2003. An diesem Tag demonstrierten Millionen Menschen weltweit gegen den Irak-Krieg, bevor dieser überhaupt begonnen hatte.
In Rom gingen mehr als eine Million Menschen auf die Straße, in Berlin etwa 500.000. Ingesamt gab es Demonstrationen in etwa 60 Ländern, darunter Australien, Südafrika und den USA. Damit handelt es sich um die größte Friedensdemonstration in der Geschichte.
Der Protest stand unter dem Motto "Kein Blut für Öl". Zu diesem Zeitpunkt herrschte die Hoffnung, dass die Demos die USA und ihre Verbündeten davon abhalten könnten, ohne UNO-Mandat in den Irak einzumarschieren. Es kam anders: Der Krieg begann gut einen Monat später, am 20. März 2003, mit der Bombardierung verschiedener Ziele im Irak. Er wurde am 1. Mai 2003 nach der Eroberung Bagdads offiziell für beendet erklärt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)