15. Februar 2013

Deutsche Forscher: Eisschmelze kann zu Sauerstoffmangel am Tiefseeboden führen

Wenn das Eis in der Arktis schmilzt, kann in der Tiefsee der Sauerstoff knapp werden.

Über diesen Zusammenhang schreiben deutsche Forscher des Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung im Fachmagazin "Science".

Demnach sind für den Effekt Algen verantwortlich, die an der Unterseite des Eises wachsen. Schmilzt das Eis, sinken die Algen ab bis in mehrere tausend Meter Tiefe. Ein Teil wird von Seegurken und anderen Tiefseebewohnern gefressen - der Rest wird allerdings von Bakterien zersetzt. Und die verbrauchen dabei den Sauerstoff am Meeresgrund.

Normalerweise sinken absterbende Algen nur sehr langsam und werden dabei größtenteils aufgefressen. An der Eisunterseite wachsende lange Algenketten verklumpen aber und sinken deutlich schneller, sobald das Eis geschmolzen ist.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)