15. Februar 2013

Berater fordert Schuldenschnitt in Europa

Darüber, dass man pleite ist, spricht niemand gern.

Der Unternehmensberater Daniel Stelter von der Boston Consulting Group meint, dass das ein Ende haben sollte - zumindest, wenn es um die Finanzen von Staaten geht.

In einem Gastkommentar im "Handelsblatt" schreibt er, allein in der Euro-Zone hätten Staaten und Privatleute derzeit Schulden in Höhe von sieben Billionen Euro. Seit den 80er Jahren sei die Verschuldung von 160 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 320 Prozent gestiegen. Stelter meint: so kann es nicht weitergehen, auch in Zukunft wird niemand diese Schulden begleichen können. Er fordert einen radikalen Schuldenschnitt, höhere Steuern und eine Geldentwertung. Das werde für alle Menschen unangenehm, sei aber nötig.

Stelter vergleicht die Lage Europas mit Hans Christian Andersens Märchen "Des Kaisers neue Kleider". Da traut sich niemand, dem Kaiser zu sagen, dass er in Wirklichkeit nackt ist.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)