15. Februar 2013
Gestern sollte im US-Senat der designierte Verteidigungsminister Chuck Hagel bestätigt werden. Dazu kam es allerdings nicht. Die Demokraten machen dafür die Filibuster-Technik der Republikaner verantwortlich.
Als Filibuster bezeichnet man eine Verschleppungs-Taktik, mit der eine Senats-Minderheit die Abstimmung der Mehrheit hinausgezögern kann. Das funktioniert durch übermäßig lange Reden, die die Senatoren halten. Die Geschäftsordnung des Senats gibt ihnen das Recht, so lange zu reden, wie sie wollen. Die Rede muss dabei nicht unbedingt etwas mit dem aktuell verhandelten Thema zu tun haben. Legendär ist die Dauerrede von Strom Thurmond, der sich 1957 mehr als 24 Stunden vor den Senat stellte, um ein Bürgerrechtsgesetz für Afroamerikaner zu blockieren. Thurmond las bei seinem Filibuster seitenweise aus Telefonbüchern vor.
Das Wort Filibuster leitet sich von einem Begriff ab, mit dem man im 17. Jahrhundert die Piraten der Karibik bezeichnete.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)