15. Februar 2013
Das Eis in der Arktis schmilzt seit Jahren.
Dank eines neuen Satelliten weiß man jetzt genauer als je zuvor, wie groß das Ausmaß des Rückgangs tatsächlich ist. So ergaben die Messungen des Eisdicken-Satelliten CryoSat-2, dass die Gesamtmasse des arktischen Meereises im vergangenen Herbst 36 Prozent kleiner war als zur gleichen Zeit in den Jahren 2003 bis 2008.
CryoSat-2 war vor knapp drei Jahren von der Europäischen Weltraumorganisation ESA ins All gebracht worden. Ein internationales Forscherteam hat die erfassten Daten nun mit früheren Messungen anderer Satelliten und Meereis-Untersuchungen des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung verglichen.
Dabei gelang es den Wissenschaftlern nach eigenen Angaben auch, erstmals eine fast vollständige Eisdicken-Karte der Arktis zu erstellen. Früher musste die Messung der Eisdicke zum Teil von Flugzeugen aus durchgeführt werden, was oft wegen schlechten Wetters gar nicht möglich war.
Die Studie ist in der Online-Ausgabe des Fachmagazins "Geophysical Research Letters" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)