15. Februar 2013
Da hilft nur noch ein Roboter: Der soll in der verstrahlten Ruine des japanischen Atomkraftwerks Fukushima zum Einsatz kommen, um die Radioaktivität dort zu reduzieren.
Laut dem Technologiekonzern Toshiba soll das folgendermaßen funktionieren: Der Roboter ist mit einem Raupenantrieb ausgestattetet. Damit bläst er Trockeneis aus gefrorenem CO2 gegen die Wände. Dadurch würden radioaktive Substanzen freigesetzt und diese dann aufgesaugt.
Nach einer Testphase soll das Gerät im Sommer in dem Akw zum Einsatz kommen. Ursprünglich wurde es entwickelt, um Farbe von Flugzeugen abzukratzen.
Es wird erwartet, dass die vollständige Stilllegung der Anlage in Fukushima Jahrzehnte dauern wird. Bereits im November hatte Toshiba einen vierbeinigen Roboter präsentiert, der Aufklärungsmissionen in für Menschen nicht zugänglichem Gebiet absolvieren sollte. Eine Mission war erfolgreich, bei der zweiten traten mehrere Defekte auf.
Im März 2011 kamen fast 19.000 Menschen ums Leben, als ein schweres Erdbeben und ein anschließender Tsunami Japans Nordostküste erschütterten. Die Naturkatastrophe führte zu einer Kernschmelze in mehreren Reaktoren der Atomanlage in Fukushima.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)