18. Februar 2013

Wärmere Meere: Muscheln könnten sich vom Grund lösen

Je wärmer die Meere sind, desto schlechter können sich Muscheln am Meeresgrund festhalten.

Wie US-Forscher auf dem Jahreskongress des US-Wissenschaftsverbands AAAS berichteten, wird das wohl eine der Auswirkungen des Klimawandels sein. Das wärmere Wasser führe dazu, dass die faserigen Fäden weicher werden, mit denen Muscheln sich beispielsweise an Steine oder andere Muscheln klammern. Die US-Biologin Emily Carrington sagte, normalerweise seien die Fäden so stark, dass man sie als "die Bungeeseile der Natur" bezeichnen könne. Demnach überstehen sie sogar Wellen, die mit dem Druck eines fast 1.000 km/h fliegenden Düsenjets über die Muscheln hinwegrollen. Steige allerdings die Wassertemperatur um rund sieben Grad Celsius, dann würden die Fäden um rund 60 Prozent weicher.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)