18. Februar 2013

Rätselhaftes Heringssterben in Island

In Island gibt es ein wahres Massensterben der Heringe.

In einer Bucht im Westen des Landes treiben Millionen Fische tot im Wasser und verfaulen. Nach Angaben der Naturschutzbehörde sind sie offenbar an Sauerstoffmangel getorben.

Die Behörden schätzen, dass die verfaulten Heringe insgesamt 50.000 Tonnen auf die Waage bringen. Die toten Fische entsprechen damit der Jahresquote der gesamten Fischflotte Islands.

Die verfaulenden Heringe sorgen nicht nur für Gestank, sondern bereiten auch den Naturschützern Sorgen, denn sie könnten einen Teufelskreis auslösen. Die Kadaver entzögen dem Wasser noch mehr Sauerstoff, wodurch noch mehr Fische sterben könnten. Außerdem werde ihr Fett an Land gespült und könne Seevögel vergiften.

Möglicherweise haben Bauarbeiten für eine Brücke die Wasserqualität in der Bucht verschlechtert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)