18. Februar 2013
Schönheit liegt im Auge des Betrachters.
Und Wohlklang offenbar im Ohr des Zuhörers - beziehungsweiser in seinem Gehirn. Denn welche musikalischen Harmonien einem Menschen gefallen hängt davon ab, welche Musik er schon kennt. Das besagt eine Studie, über die das Magazin "Asian Scientist" berichtet. Einer der Gründe ist offenbar, das Menschen bei ihnen bekannter Musik die einzelnen Töne besser voneinander unterscheiden können. Bei unbekannter Musik ist das nicht so einfach.
Die Forscher spielten den Studienteilnehmern unterschiedlichste Notenfolgen vor. Wenn die Probanden die einzelnen Noten noch wahnehmen konnten, empfanden sie die Musik als angenehm. Bei ungewohnten Notenkombinationen mussten sie sich dagegen erst an die Harmonien gewöhnen, bevor sie die einzelnen Klänge wahrnehmen konnten. Dann empfanden sie auch diese Tonfolgen nicht mehr als unangenehm. Der Musikgeschmack kann also trainiert werden.
Den Wissenschaftlern zufolge widerlegen die Versuchsergebnisse eine ältere Theorie, laut der es von den physikalischen Eigenschaften des menschlichen Ohres abhängt, welche Klänge man als angenehm oder unangenehm empfindet.
Link: http://www.asianscientist.com/in-the-lab/love-music-harmony-learnt-2013/
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)