18. Februar 2013

Studie: Ansturm auf Rohstoffe in der Arktis bedroht Ökosystem

Es klingt nach einem Teufelskreis:

Die Rohstoffe, die unter anderem für die Eisschmelze in der Arktis verantwortlich sind, werden nun unter dem immer dünner werdenden Eis gefunden - und gefördert. Das berichtet das Umweltprogramm der Vereinten Nationen in seinem Jahresreport. Demnach schrumpfte die arktische Sommereisdecke 2012 auf ein Rekordtief. Das erleichtere den Zugang zu bislang ungenutzten Erdgas- und Ölvorkommen. Nach Schätzungen aus den USA befinden sich 30 Prozent der weltweit unentdeckten Erdgasvorkommen in der Arktis. Große Ölvorkommen werden unter anderem im nördlichen Alaska vermutet. Das schmelzende Eis könnte laut UNO außerdem neue Seewege öffnen. Bis 2020 könne das zu einem 40-fachen Anstieg in der Schifffahrt führen - eine weitere Belastung für das Ökosystem der Arktis.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)