18. Februar 2013
Blut fließt anders als Wasser.
Das weiß jeder, der sich schon einmal geschnitten hat. Ein deutsch-amerikanisches Forscherteam hat jetzt herausgefunden, dass dafür nicht wie bisher angenommen nur die roten Blutkörperchen verantwortlich sind, sondern auch das Plasma.
Denn Blut ändert seine Eigenschaften je nach äußeren Bedingungen. Es wird beispielsweise bei höherem Druck flüssiger. Dadurch gelangt es auch in kleinste Äderchen. Wasser fließt dagegen immer gleich. Blutplasma besteht aus bis zu 92 Prozent H20. Deshalb war man bisher davon ausgegangen, dass es sich wie Wasser verhält. Die neuen Ergebnisse widerlegen das.
Das Plasma dient als Transportmedium für wichtige Stoffe wie Glukose, Hormone und Sauerstoff. Sein komplexes Fließverhalten könnte eine entscheidende Rolle bei Ablagerungen an Gefäßwänden und Thrombosen spielen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)