18. Februar 2013
Sie haben eine Art integrierten Kompass: Zugvögel.
Bei ihren Flügen in die Winter- und Sommerquartiere nutzen die Tiere nicht nur angeborene Zugrichtungen, sondern auch ihren Magnetsinn. Damit orientieren sie sich an den Feldlinien der Erde. Wissenschaftler am Max-Planck Institut für Ornithologie in Radolfzell haben jetzt untersucht, ob die Vögel auch eine Art Landkarte verwenden, die auf Erfahrungen früherer Flüge basiert. Dafür störten sie Rotkehlchen mit einem magnetischen Impuls, so dass deren Magnetsinn aussetzte. Die älteren Vögel, die bereits einige Zugstrecken hinter sich hatten, wussten daraufhin nicht mehr, wohin sie fliegen mussten. Bei den Jungtieren, die zum ersten Mal zum jährlichen Vogelzug aufbrachen, verschlechterte sich die Orientierung dagegen nicht. Sie hatten offenbar noch keine magnetische Karte aufgebaut - und verließen sich auf ihre genetisch angeborene Vorzugsrichtung.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)