19. Februar 2013

Rückspiegel: Vor 100 Jahren verüben britische Frauenrechtlerinnen Anschlag auf Minister

In unserer Rubrik "Rückspiegel" schauen wir heute nach Großbritannien. Vor genau 100 Jahren, am 19.2.1913, verübten Frauenrechtlerinnen einen Anschlag auf das Anwesen des britischen Finanzministers David Lloyd George.

Verletzte gab es keine, das Haus war noch im Bauzustand. Doch mit dem Anschlag zeigten die Frauen der radikalen "Women's Social and Political Union", dass sie ihre Forderungen ernst meinten: Sie wollten endlich wählen dürfen. Mit Versammlungen und Anträgen versuchten sie, sich im Parlament Gehör zu verschaffen. Ohne Erfolg. Nun wählten sie den gewaltsamen Weg. Nach dem Anschlag vom 19.2. folgten weitere Aktionen. Erst der Ausbruch des Ersten Weltkriegs in Großbritannien 1914 beendete den gewaltsamen Kampf. Die Frauen übernahmen jetzt klassiche männliche Tätigkeiten, während ihre Männer im Krieg waren. Nach dem Ende des Krieges 1918 erhielten Frauen ab 30 Jahren dann auch das Wahlrecht.

Zehn Jahre später wurde die Altersgrenze auf 21 Jahre herabgesetzt. Die Gründerin der Frauen-Union, Emmeline Pankhurst, wurde übrigens 1930 mit einer Statue neben dem britischen Parlament geehrt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)