19. Februar 2013
Die französische Kolonialzeit in Algerien war lang. Und sie endete blutig.
Nun soll eine Stiftung die während der französischen Kolonialherrschaft begangenen Verbrechen aufarbeiten. Wie die algerische Nachrichtenagentur APS berichtet, will die von mehreren Parteien gegründete Organisation erreichen, dass Frankreich seine Vergehen tatsächlich anerkennt. Das Parlament in Algier soll dazu erneut über ein Gesetz zum Umgang mit Kolonialverbrechen beraten. 2010 war ein entsprechender Entwurf aus diplomatischen Gründen verworfen worden.
Präsident Francois Hollande hatte jüngst die während der französischen Kolonialherrschaft angerichteten Leiden der Algerier anerkannt, eine ausdrückliche Entschuldigung aber nicht erwähnt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)