19. Februar 2013
Die Messstationen stehen auf der ganzen Welt - und eigentlich sollen sie Tests von Atomwaffen kontrollieren und so abschreckend wirken.
Pro Tag kommen aus den 288 Messstationen des globalen Atomwaffen-Warnsystems etwa 16 Gigabyte Daten zusammen. Sie registrieren seismische Erschütterungen des Bodens, akustische Signale unter Wasser und radioaktive Atome in der Atmosphäre.
Aber für Forscher sind die Daten aus anderen Gründen eine wahre Fundgrube. Darüber berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Das habe sich nun noch einmal nach dem Absturz eines Meteoriten über Russland gezeigt. Auf dem Jahrestreffen des US-Wissenschaftsverbands AAAS werteten die Forscher die Ergebnisse nach dem kosmischen Beschuss aus. Daraus konnten sie ablesen, dass die Explosion eine natürliche Ursache gehabt haben müsse. Das kann ihrer Ansicht nach eine politisch wertvolle Information sein, um zum Beispiel Gerüchte zu verhindern, dass Russland militärisch angegriffen werde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)