19. Februar 2013
Das Ende des Kommunismus in Rumänien ist mittlerweile schon über 20 Jahre her - doch die Folgen der damaligen Politik sind bis heute zu spüren.
Auch im ganz privaten Bereich. Denn in der sozialistischen Zeit Rumäniens unter dem Diktator Nicolae Ceausescu gab es einen Gebärzwang. Frauen sollten mindestens vier Kinder kriegen, um das rumänische Volk schnell wachsen zu lassen. Verhütungsmittel und Abtreibungen waren verboten. Heute suchen die Kinder dieser geburtenstarken Jahrgänge vor allem im Ausland einen Job - ob hoch oder niedrig qualifiziert spiele bei diesem Wunsch keine Rolle. Darüber berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Aus jeder vierten rumänischen Familie arbeite mindestens eine Person im Ausland.
Der sozialistische Diktator Nicolae Ceausescu, beherrschte Rumänien von 1965 bis 1989. Er wurde im Dezember 1989 vor ein Militärgericht gestellt und später erschossen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)