19. Februar 2013
Das Schmallenbergvirus ist jung und es richtet großen Schaden an.
In Deutschland trat es zum ersten Mal vor zwei Jahren auf. Bei neugeborenen Rindern, Schafen und Ziegen kann es das Nervensystem stark schädigen. Außerdem kommt es bei betroffenen Jungtieren oft zu schweren Missbildungen.
Ein internationales Team von Forschern hat jetzt ein Verfahren entwickelt, mit dem das Virus zu Forschungszwecken künstlich hergestellt werden kann. Wie sie in einem Fachmagazin PLOS Pathogens berichten, konnten sie so das natürlich vorkommende Virus mit Varianten vergleichen, die sie an ausgewählten Stellen im Erbgut verändert hatten. Die Wissenschaftler vermuten nun, dass sich das Virus in den Nervenzellen vermehrt. Dieser Vorgang laufe demnach bei im Labor infizierten Mäusen genauso ab wie bei Lämmern und Kälbern, die sich im Mutterleib angesteckt hatten.
Die Forscher hoffen, dass ihre Erkenntnisse dazu beitragen, einen Impfstoff gegen das Virus herzustellen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)