19. Februar 2013

Dopingvorwürfe der WADA: China will Ermittlungen einleiten - Sportverbände sauer auf WADA

Chinas Sportministerium will den Doping-Anschuldigungen der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA nachgehen.

Jiang Zhixue, Chef der chinesischen Anti-Doping-Agentur sagte, es gebe Probleme mit dem illegalen Verkauf von Drogen im Internet. Deshalb würden jetzt Untersuchungen beginnen. Allerdings fordert China von der WADA, diese Anschuldigung zu konkretisieren und zu belegen.

WADA-Generaldirektor David Howman hatte in der vergangenen Woche behauptet, dass 99 Prozent der illegalen Substanzen in China produziert würden und das Land damit ins Zentrum der weltweiten Doping-Problematik gestellt.

Für ihr momentanes Auftreten steht auch die WADA selbst in der Kritik. Die WADA hatte unter anderem den Weltverbänden im Radsport, Tennis und Fußball vorgeworfen, nachlässig und inaktiv im Kampf gegen Doping zu sein. Auf Druck der internationalen Sportverbände wird es deshalb jetzt eine Sonderkonferenz geben, auf der die Rolle der WADA diskutiert werden soll.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)