19. Februar 2013

Bodensee: Archäologen finden Pfahlbausiedlung

In einer Baugrube auf der Bodensee-Halbinsel Höri haben Archäologen Überreste einer großen Pfahlbausiedlung entdeckt.

Nach Angaben von Bodo Dieckmann vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg lebten dort vor rund 5.000 Jahren bis zu 400 Menschen. Neben Pfählen wurden Tierknochen, Fischreste, Steinbeile, Querangeln und Keramikscherben entdeckt. Laut den Archäologen ist das Bedeutende an der Siedlung die Höhenlage. Denn es handle sich um die am höchsten liegende steinzeitliche Siedlungsoberfläche am Bodensee. Zudem gäben die aktuellen Funde Aufschluss über die Zeit von 3300 bis 3200 vor Christus, über die bisher gar nichts bekanntgewesen sei.

Von den Funden erhoffen sich die Forscher nun Erkenntnisse über die Ernährungs- und Fischfanggewohnheiten der Bewohner, die als Bauern, Jäger und Fischer lebten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)