20. Februar 2013
In unserer Rubrik "Rückspiegel" blicken wir jetzt nach Südafrika. Heute vor 20 Jahren, am 20.2.1993, ernannte der damalige Präsident Frederik Willem de Klerk erstmals farbige Minister.
In Südafrika herrschte damals noch die Apartheid. Aber es war bereits absehbar, dass die Rassentrennung ein Ende haben würde. Parlamentswahlen standen an, bei denen auch die farbige Bevölkerung wahlberechtigt sein würde. Viele Beobachter glaubten deshalb, dass de Klerk mit der Ernennung von zwei Mischlingen - wie sie in den Nachrichten genannt wurden - und einem indischstämmigen Minister Wählerstimmen unter den Schwarzen holen wollte. Doch die Ministerien der neu ernannten Kabinettsmitglieder waren in der aktuellen Politik eher unwichtig: Es handelte sich um die Ressorts Sport, Bevölkerungsentwicklung und Tourismus. Der Afrikanische Nationalkongress ANC bezeichnete die Ernennungen "bedeutungslos". Die Wahl im April 1994 läutete dann das endgültige Ende der Apartheid ein: Der ANC erhielt fast 63 Prozent der Stimmen und Nelson Mandela wurde Südafrikas erster schwarzer Präsident.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)