20. Februar 2013

Ostsee droht Blaualgen-Schwemme

Trübe Aussichten für die Ostsee.

Denn der Klimawandel hat einen deutlich größeren Einfluss auf die Blaualgenpopulation als bisher angenommen. Das ist das Ergebnis einer Studie von Forschern der Universität Hamburg. In weniger als hundert Jahren könnten demnach im Wasser der Ostsee doppelt so viele Blaualgen treiben wie heute. Wie die Wissenschaftler im Fachmagazin Climatic Change berichten, treiben die höheren Wassertemperaturen die Algenmasse gleich auf mehrfache Weise in die Höhe. Durch die milden Winter können einerseits mehr der Cyanobakterien überwintern. Im Sommer vermehren sich die Blaualgen andererseits auch schneller.

Blaualgen spielen im Ökosystem der Meere eine wichtige Rolle. Die einzelligen Mikroorganismen produzieren durch Fotosynthese Sauerstoff. Wenn sie sich aber zu stark vermehren, wird das Meer leicht überdüngt. Bakterien, die Überreste der Algen am Meeresgrund abbauen, verzehren außerdem viel Sauerstoff. Im Extremfall entstehen Gebiete, die als Todeszonen bezeichnet werden, weil sie sehr sauerstoffarm und damit lebensfeindlich sind.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)