20. Februar 2013
Viele Tiere kann man anhand der Spuren erkennen, die sie im Erdboden oder im Schnee hinterlassen.
Die viel kleineren Viren lassen sich offenbar auf eine ähnliche Weise identifizieren. Ein internationales Forscherteam hat dafür ein neues Verfahren entwickelt, und berichtet darüber in der Fachzeitschrift Nature Communications. Das Prinzip: Die Viren docken zunächst an die Oberfläche eines neuartigen Nanomaterials aus Silizium an. Anschließend werden die Virus-Partikel wieder entfernt - zurück bleiben nur ihre Abdrücke.
An diese Abdrücke können später erneut Viren andocken, und zwar genau solche Viren wie die, die vorher darin stecken. Weil diese Bindung so spezifisch ist, kann das Material auch für den Nachweis von Viren genutzt werden, und könnte so in Zukunft einmal in der Diagnostik von Krankheiten eingesetzt werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)