20. Februar 2013

Bauplan für ein künstliches Gehirn

Ein Computer, der arbeitet wie ein Gehirn.

Das ist der Traum vieler Wissenschaftler. Denn ein Gehirn ist weitaus energiesparender als ein Computer und außerdem von sich aus lernfähig. Programmiert werden muss es ebenfalls nicht. Forscher der Universität Bielefeld haben jetzt eine Grundidee für den Bauplan eines künstlichen Gehirns vorgelegt. Schlüsselelement des Plans sind bestimmte Mikrobauelemente, sogenannte Memristoren. Sie bestehen aus feinen Nanoschichten und gelten seit einiger Zeit als eine Art elektronischer Zwilling der Synapsen, die im Gehirn dafür sorgen, dass Nervenzellen miteinander in Kontakt treten. Die Memristoren können wie die Synapsen aus früheren Impulsen lernen.

Wie der Wissenschaftler Andy Thomas in der Online-Ausgabe des Fachmagazins Journal of Physics schreibt, eignen sich die Memristoren wegen dieser Ähnlichkeit besonders gut, um aus ihnen eine neue Art von Computern zu bauen. Diese nervenähnlichen Rechner wären demnach sehr stromsparend. Außerdem kennen die Bits eines gewöhnlichen Computers nur die Befehle "an" oder "aus". Bei Memristoren wäre dagegen eine feine Abstufung möglich.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)