21. Februar 2013

Studie: Im deutschen Spitzensport haben Dopingmissbrauch und Manipulationsversuche festen Platz

Es sieht nicht gut aus im deutschen Profisport.

Dieses Bild zeichnet eine Studie, die die Stiftung Deutsche Sporthilfe in Auftrag gegeben und die Deutsche Sporthochschule in Köln durchgeführt hat. Dafür wurden über 1.100 Athleten anonym befragt. Knapp neun Prozent der Athleten erklärten, schon einmal an Absprachen über den Spiel- oder Wettkampfausgang beteiligt gewesen zu sein. Fast sechs Prozent der Sportler räumten die regelmäßige Einnahme von Dopingmitteln ein. Ein knappes Drittel der Befragten gab an, an psychischen Erkrankungen zu leiden.

Fast 80 Prozent der Athleten verspüren laut der Befragung Druck aus dem Umfeld. Existenzängste werden von knapp 58 Prozent als Grund für Fehlverhalten im Sport angegeben.

Aufgrund der Erkenntnisse hat das Sozialwerk des deutschen Sports seine Förderprinzipien verändert und vergibt keine Sonderprämie mehr für EM- und WM-Medaillen. Stattdessen werden mehr Gelder in die Unterstützung einer dualen Karriere gesteckt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)