21. Februar 2013
Eingeschleppte Tiere und Pflanzen werden zum Problem.
Zu dem Schluss kommt eine Studie der Europäischen Umweltagentur EEA. Demnach gibt es in Europa mehr als 10.000 frei lebende Arten, die aus anderen Regionen stammen. Sie gehörten zu den größten Gefahren für die Artenvielfalt. Von 395 als akut gefährdet eingestuften Tierarten in Europa seien 110 durch die Ausbreitung einwandernder Spezies bedroht.
Die EU-Agentur schätzt den gesamtwirtschaftlichen Schaden auf 12 Milliarden Euro pro Jahr und warnt vor möglichen Gesundheitsschäden für den Menschen. So könne etwa die asiatische Tigermücke in Europa Gesundheitsprobleme auslösen. Sie breite sich hier durch den zunehmenden globalen Handel mit gebrauchten Reifen aus.
Ein wichtiger Grund für die Zunahme einwandernder Tierspezies ist laut der Studie das bewusste Aussetzen fremder Tierarten etwa zur Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft. Auch die Ausweitung von Handel und Tourismus sei mitverantwortlich.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)