21. Februar 2013
Wenn es ums Herz geht, sind Menschen Spätentwickler.
Wissenschaftler der Universität Leeds haben nämlich herausgefunden, dass sich die Herzzellen bei einem Fötus erst relativ spät in der Schwangerschaft ausdifferenzieren. Bislang habe man angenommen, dass das ähnlich früh passiere wie bei anderen Säugetieren.
Grundlage für diese Annahme seien einerseits Studien mit Schweine- oder Mäuseherzen gewesen und andererseits Herzen von Erwachsenen oder Toten. Für die aktuelle Studie haben die Forscher dagegen die Herzen von Babys im Mutterleib gescannt.
Die Ergebnisse der Studie stellen nach Ansicht der Wissenschaftler viele bisherige Erkenntnisse und Schlussfolgerungen auf den Kopf. Wenn man wisse, dass sich das Herz langsamer entwickle, seien zum Beispiel Herzrythmusstörungen bei Babys im Mutterleib möglicherweise nicht so besorgniserregend wie bislang angenommen.
Die Studie ist im Fachmagazin "Journal of the Royal Society Interface Focus" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)