21. Februar 2013

Marxistische Erziehung für Elefant, Erdmännchen und Co.

Wenn Ihnen demnächst ein Kamel den Marxismus erläutert, stehen Sie vielleicht in einem Zoo in Südchina.

Denn der sucht nach einem Bericht von "Radio Free Asia" gerade neue Wärter - und die sollen laut Stellenausschreibung nicht nur Tiere füttern und Ställe ausmisten können, sondern auch Grundlegendes über den Marxismus, Maoismus und den chinesischen Sozialismus wissen.

Chinas Blogger reagierten prompt. Im Internet kursieren Kommentare wie "Bekommen unsere Affen jetzt auch schon eine Gehirnwäsche? Haben sie Angst vor einer Rebellion?" oder "Elefanten, Nilpferde und wilde Tiere wären gute Parteimitglieder".

Ein chinesischer Wissenschaftler erklärt sich die Anzeige mit der hohen Politisierung Chinas. Jedes Mitglied der Gesellschaft erhalte eine ideologische Erziehung. Allerdings hätten die Verantwortlichen noch nicht verstanden, dass die Gesellschaft heute pluralistisch sei und würden weiter an alten Traditionen wie Gehirnwäsche festhalten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)